01 October 2013

Immigranten die an europäischen grenzen starben

Dem folgenden Pressebericht nach sind seit 1988 mindestens 19,144 Personen entlang der europäischen Grenzen gestorben. Davon sind 8,822 im Meer verschollen. 14,309 Migranten sind im Mittelmeer, sowie im Atlantischen Ozean, unterwegs nach Spanien gestorben und 1,703 haben ihr Leben beim Versuch die Sahara zu durchqueren, um nach Europa zu gelangen, verloren [lesen sie mehr...] [1988-2011 Pressebericht]

Gabriele del Grande: Das Meer zwischen uns
Detention camp in Sebha, Libya„Uns Autoren bleiben nur die Worte, um die Realität anzugreifen. Ich habe die Worte meines geliebten Mittelmeers gewählt, dem Meer zwischen uns. Ich habe die Geschichten der Väter aus Annaba und der Paten aus Tunis gewählt. Die Geschichten der Diaspora zweier ehemaliger italienischer Kolonien wie Eritrea und Somalia in Zeiten der Zurückschiebungen nach Libyen. Die Geschichten der Fischer im Kanal von Sizilien. Die Geschichten der ‚Italienerin’, die Italien fortschickt und die der vielen Italiener, die ganz still an den Ausläufern Italiens geboren wurden, auf den marokkanischen Feldern, im Delta des Nil und in den Dörfern Burkina Fasos.“ Gabriele del Grande

Das neue, ungeduldig erwartete Buch des Gründers von Fortress Europe, Autor von Mamadous Fahrt in den Tod, ist nun endlich auch in Deutsch verfügbar.

Libyen: Massaker in Benghazi – 20 Somalier von der Polizei getötet
Detention camp in Sebha, Libya
Ein Blutbad in Benghazi. Mindestens 20 somalische Flüchtlinge sind von der libyschen Polizei während eines gescheiterten Fluchtversuchs aus dem Lager Ganfuda getötet worden. Sie wurden dort festgehalten, da sie keine Papiere hatten. Fünf von ihnen starben im Kugelhagel der Polizei

Liste der dokumentierten Zurückweisungen nach Libyen
African refugees deported in Libya
Vom 5. Mai bis zum 5.Juli 2009 wurden belegbar 1.122 Flüchtlinge und MigrantInnen von Italien nach Libyen zurückgewiesen. 24 Somalier und Eritreer haben Klage vor dem europäischen Menschenrechtsgerichtshof eingereicht

Das Sterben geht weiter: 459 Tote in den ersten sechs Monaten 2009
African refugees deported in Libya
Die Zahl der Toten an den Grenzen sinkt. Das erste Mal in den letzten drei Jahren. Die Presse berichtete im ersten Halbjahr 2009 von 434 Toten auf den Migrationsrouten im Mittelmeer. Dazu gerechnet werden müssen die 25 an den Landgrenzen gestorbenen Menschen

Italien: 74 eritreische Flüchtlinge nach Libyen zurückgeschoben
African refugees deported in Libya
Auf dem Flüchtlingsboot, das am 1.7.2009 vor Lampedusa nach Libyen zurückgeschoben wurde (es waren insgesamt 89 Flüchtlinge) waren auch eine große Anzahl eritreischer Flüchtlinge. Politische Flüchtlinge. Die nun mit der Abschiebung rechnen müssen

Aufruf: Solidarität mit Elias Bierdel und Kapitän Stefan Schmidt

Libyen: Auslagerung der Grenze für die Auslagerung des Asyls?
African refugees in Cairo
Der libysche Botschafter in Italien, Hafed Gaddur, hat es klar geagt: Libyen überlegt, ob es die Genfer Flüchtlingskonvention unterzeichnet, das wäre der erste Schritt. Vor einigen Tagen hat der UNCHR Italien angefragt, zurückgewiesene Flüchtlinge aus Libyen aufzunehmen

Auf der Route der eritreischen Diaspora in Ägypten
African refugees in Cairo
Asmara, Kairo, Tripolis. Pater Austin hält etwa zwanzig weiße Umschläge in der Hand. Er überprüft die mit der Hand darauf geschriebenen Adressen. Die Umschläge haben keine Briefmarken. Es sind die Briefe der eritreischen Häftlinge aus Burg el Arab. Wir sind in Ägypten. Die neue Route der eritreischen und sudanesischen Diaspora. Das Endziel ist Israel
Cap Anamur: Staatsanwaltschaft fordert 4 Jahre Haft

Lampedusa: von der Polizei misshandelt
Fire in Lampedusa's camp
Von der Polizei geprügelt, "ohne Gnade". Am Kopf verletzt, Handgelenkbrüche, Verletzungen an den Beinen. Das erste Mal sprechen die im Identifikations- und Abschiebungsgefängnis Lampedusa festgehaltenen Migranten. Mehr als 600 Tunesier und um die 100 Marokkaner sind dort seit Monaten unter unmenschlichen Bedingungen eingesperrt
Die 21 Überlebenden des Schiffbruchs vom 30.3.3009 sind im Gefängnis

Mutige Kapitäne
Pescatori durante un soccorso
“Wir befinden uns im Durchgang. Das ist unser Fischfanggebiet und ihre Durchfahrtszone”. Fast jeden Tag kreuzen die Fischer im Kanal von Sizilien die Boote der Migranten im Meer vor Lampedusa. Und immer öfter ersetzen sie die Küstenwache und die Marine in schwierigen Rettungsaktionen[mehr lesen...] [archiv]

Tatun: Mailands äußerstes Viertel
Tatun
Es gibt ein Viertel Mailands, das noch nicht an das U-Bahn-Netz angeschlossen ist. Es liegt in Ägypten, auf dem Land, am Ufer des Nils, 150 km südlich von Kairo. Es hat nur 80.000 Einwohner, doch hier leben die Familien von mehr als 47.000 ägyptischen Emigranten, die in der Hauptstadt der Lombardei leben. Spezielle libysche Reisebüros verbinden Mailand mit ihrer äußersten Peripherie[mehr lesen...] [archiv]

Januar 2009
Zlitan camp
Guantanamo Libyen. Der neue Gendarm der italienischen Grenzen. Das Eisentor ist doppelt verriegelt. Aus der kleinen Luke blicken die Gesichter zweier junger afrikanischer Männer und eines Ägypters. Der herbe Geruch, der aus der Zelle schlägt, brennt in meinen Nasenhöhlen. Ich bitte die drei, zur Seite zu gehen. Der Blick öffnet sich auf zwei Räume von drei mal vier Metern. Ich begegne den Blicken von etwa dreißig Personen. Übereinander gepfercht[mehr lesen...] [archiv]

Dezember 2008
"Unter uns war ein vier Jahre altes Kind mit seiner Mutter. Die ganze Fahrt über habe ich mich gefragt: Wie kann man eine Mutter mit einem vierjährigen Kind mit anderen hundert Personen in einem Lastwagen". Menghistu ist nicht der Einzige, der in einen Container gesperrt und deportiert wurde. In Libyen ist das die übliche Vorgehensweise. Die Container dienen dazu, die Migranten, die auf dem Weg nach Lampedusa festgenommen wurden, den verschiedenen Haftlagern zuzuteilen[mehr lesen...] [archiv]

November 2008
Nachts, wenn die Stimmen der Häftlinge und das Geschrei der Polizei verstummen, hört man vom Hof des Gefängnisses das Meer. Die Wellen des Mittelmeers branden auf den Strand, etwa hundert Meter von der Mauer des Häftlingslagers entfernt. Wir sind in Misratah, 210 km östlich von Tripolis, in Libyen. Und die Häftlinge sind alle politische Asylbewerber aus Eritrea, die im Meer vor Lampedusa oder in den Wohnvierteln der Einwanderer in Tripolis verhaftet wurden[mehr lesen...] [archiv]

Oktober 2008
Mindestens 108 Tote vor den Toren der EU sind im Oktober, in Marokko (49), Spanien (9), Griechenland (20), Türkei (18), Albanien (5), Ägypten (3), Malta (2) und Frankreich (2). Reportage aus Tunesien. Die Stadt der Minenarbeiter von Redeyef ist seit zehn Monaten im Aufstand. Die Polizei schritt zu Verhaftungen und Folterungen von Gewerkschaftern und Journalisten und hat zwei Demonstranten getötet. Das ist das Klima der Unterdrückung, das viele junge Menschen aus der Region Gafsa zur illegalen Überquerung der Grenzen drängt. Das ist die Diktatur südlich von Lampedusa [mehr lesen...] [archiv]

September 2008
Es war 1998, als tausende kurdischer Flüchtlinge an den Küsten Kalabriens landeten, auf der Flucht vor Verfolgungen. Doch nicht alle erreichten das Ziel. Am 16. Oktober 1998 brach der Motor eines im Libanon ausgelaufenen, alten Fischerbootes mit 75 Passagieren an Bord zusammen und zwang sie zur Notlandung an der zyprischen Küste. Sie legten an der südlichsten Spitze der Insel an. Akrotiri. Das damals wie auch heute unter der Kontrolle der britischen Autorität stand. Das wurde ihnen zum Verhängnis [mehr lesen...] [archiv]

August 2008
Mehr Landungen, mehr Unglücke. Die Opfer der Immigration verdoppeln sich im Kanal von Sizilien proportional zum Anstieg der Ankünfte. Von den europäischen Grenzen erreichen uns immer besorgniserregendere Berichte. Laut den ausgewerteten Pressenachrichten sind im August vor den Toren Europas mindestens 270 Migranten und Flüchtlinge gestorben, davon 179 zwischen Libyen, Malta und Italien. Fortress Europe’s Reise durch das Mittelmeer geht weiter. Nach den Reportagen über Griechenland, Israel und die Türkei, ist der Bericht dieses Monats der besorgniserregenden und wenig bekannten Situation Zyperns gewidmet [mehr lesen...] [archiv]

Juli 2008 - Das Sterben der Immigranten geht weiter. Mindestens 158 Menschen sind im Juli bei dem Versuch, nach Europa zu gelangen, ums Leben gekommen. Zwischen Libyen, Malta und Italien gab es mindestens 48 Tote, darunter zwei Kinder, zwei und vier Jahre alt, und zwei schwangere Frauen. Zwischen Marokko und der spanischen Küste Andalusiens sind30 Menschen ertrunken, darunter mindestens fünf Frauen und 11 Neugeborene. Weitere 18 Migranten sind vor den Kanarischen Inseln gestorben. In der Türkei sind in Istanbul die leblosen Körper von 13 Männern gefunden worden, die der Fahrer des Lastwagens, in dem sie erstickt waren, zurückgelassen hatte. Reportage aus der Türkei [mehr lesen...] [archiv]

Juni 2008 - Der Welttag der Flüchtlinge am 20. Juni ist ein trauriger Jahrestag. Denn im vergangenen Monat sind an den europäischen Grenzen mindestens 185 Migranten und Asylanten gestorben, 173 von ihnen allein im Kanal von Sizilien. Vier Männer sind auf den Kanarischen Inseln gestorben, nachdem sie nach ihrer Ankunft in schlechter Verfassung in ein Krankenhaus eingeliefert worden waren. Innerhalb weniger Tage sind in Italien zwei Iraker tot in Containern aufgefunden worden, die im Hafen von Venedig von Fähren aus Griechenland ausgeladen wurden. Ein Somalier ist bei einem heftigen Aufstand im Haftlager Türkei. Auch drei Flüchtlinge an der ägyptischen Grenze zu Israel sind durch Projektile getötet worden. Eines der Opfer ist ein siebenjähriges sudanesisches Mädchen, das am 28 [mehr lesen...] [archiv]

Lapide sulla tomba di un naufrago afgano a LesvosMai 2008 - Jedes Mal, wenn ich ins Wasser gehe, schnürt sich mir der Magen vor Beklemmung zusammen. Und ich glaube, das ist ganz und gar nicht normal. Ich gehe vorsichtig weiter, in einer kleinen Bucht auf Samos. Ich bin barfuss. Und ich habe Angst, unter Wasser eine Leiche zu berühren. Ich denke an die Fotos von zwei aus dem Meer gefischten Kindern, die sie mir vor einer Woche auf Lesbos, in Griechenland, gezeigt haben. Ich denke an die Erzählungen der Fischer und an die Chronik des letzten Monats, die von mindestens 112 Toten auf dem Weg nach Europa berichtet, 102 davon allein in der Straße von Sizilien [mehr lesen...] [archiv]

Von Loeper website
Libyen: unterzeichnen sie die petition!
Brief von einem eritreischen Flüchtling aus Ägypten
Frontex: krieg im Mittelmeer
Libyen: die Situation der inhaftierten Eritreer verschlimmert sich
Lampedusa: Fischer festgenommen, weil sie Migranten gerettet haben

1 comment:

Initiative ziviles Bremen said...

Liebe Menschen von Fortress Europe,

als Bremer Bündnis gegen Frontex und IZB (Initiative ziviles Bremen) schicken wir euch diesen Link für eine Online-Petition mit der Bitte um weitere Verteilung und massenhafte Unterzeichnung.

Die Petition steht im Rahmen einer "Kampagne für ein ziviles Bremen", in dem es um die Beteiligung Bremer Firmen und Institutionen an (Satelliten-)Programmen geht, von denen auch Frontex im Sinne einer effizienteren Flüchtlingsabwehr profitiert bzw. profitieren kann. Die Kampagne fordert eine klare Positionierung der beteiligten Unternehmen und der Bremer Politik gegen diese Verflechtung.

Die Online-Petition kann WELTWEIT unterzeichnet werden, die UnterzeichnerInnen müssen keinen Lokal-Bezug zu Bremen haben. Bremen hat als erstes Bundesland den Online-Zugang zu Petitionen geöffnet. Für einen politischen Druck und eine entsprechende Öffentlichkeit sind möglichst viele Unterschriften notwendig.

Zur Petition mit weiteren Informationen zur Kampagne: http://ziviles-bremen.noblogs.org/

direkt zur Petition: https://petition.bremische-buergerschaft.de/index.php?n=petitionsdetails&s=1&c=date_insert&d=DESC&b=0&l=10&searchstring=&pID=52


Vielen Dank für die Unterstützung!

Mit solidarischen Grüßen,

IZB und Bremer Bündnis gegen Frontex

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